DAX versucht sich zu stabilisieren – Impfstoff-Hersteller unter Druck

Nach dem Kursrutsch vom Dienstag und der Erholung gestern versuchte sich der Deutsche Aktienindex heute an der Stabilisierung. Positiven Konjunkturdaten in Form der Auftragseingänge der deutschen Industrie am Morgen standen schwelende Inflationssorgen und deshalb weiter korrigierende Technologie-Aktien in den USA am Nachmittag gegenüber. Und dementsprechend sieht der Chart im Tagesverlauf aus – die kurz nach Handelsstart erreichten knapp 15.300 Punkte konnte der DAX nicht halten, um dann am Nachmittag erneut der Unterstützung bei 15.080 Zählern, dem Tief aus der vergangenen Woche, den Kampf anzusagen.

Noch ist deshalb auch nicht entschieden, ob es sich am Dienstag um eine Bären- oder gestern um eine Bullenfalle gehandelt hat. Eines steht aber fest: Eine höhere Volatilität dürfte im saisonal schwächeren Börsenmonat Mai die Ruhe der ersten Monate des Jahres mit nahezu gradlinig steigenden Kursen ablösen. Die Anleger warten jetzt auf neue Argumente für den Aktienkauf, die im Moment nicht zu erkennen sind. Es scheint, als hätten gestern einige kurzfristig orientierte Investoren einfach nur den Schwung nach oben mitgenommen.

Den Schwung nach unten mussten heute die Aktionäre der Impfstoff-Hersteller mitnehmen. Bei den Papieren von Curevac, Biontech und Moderna gibt es nach einer teilweise starken Entwicklung in den vergangenen Monaten heute zur Abwechslung mal herbe Verluste. Dass die USA ihren Widerstand gegen die Aufrechterhaltung des Patentschutzes aufgeben, bedeutet für Anleger, dass sie in Zukunft eventuell sehr viel weniger an den Impfstoffen mitverdienen.

Ihre Nachwirkung entfalteten heute noch die Äußerungen US-Finanzministerin Yellen hinsichtlich einer möglichen Erhöhung der Zinsen. Statt eines Fehlers, der im Nachhinein korrigiert werden musste, handelt es sich wohl eher um ein taktisches Manöver mit einem ganz klaren Ziel: Das Ganze war ein Testballon, um zu sehen, wie die Finanzmärkte auf das Thema Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik reagieren. Anleger sollten sich auf weitere verbale Manöver in den kommenden Monaten einstellen. Die Zeiten, in denen der geldpolitische Kurs ausschließlich in Richtung Lockerung ging, dürften wohl für lange Zeit vorbei sein. 


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