DAX bricht Erholung ab – Wall Street zittert vor Steuererhöhungen 

Die Regierung in den USA will an der fulminanten Rally der Aktienmärkte teilhaben, auch um den Haushalt zu stabilisieren, in den die teuren Unterstützungsmaßnahmen im Kampf gegen die Corona-Krise ein tiefes Loch gerissen haben. Die Nachricht lief gestern kurz nach 19 Uhr über die Ticker, schickte die Kurse an der Wall Street ins Minus und sorgt heute Morgen auch in Frankfurt für ein Minus zur Handelseröffnung.

Die Biden-Regierung hat eine Kapitalertragssteuer von fast 40 Prozent vorgeschlagen, eine beinahe Verdopplung des aktuellen Satzes. Das wäre auch die höchste Kapitalertragssteuer, die jemals in den USA erhoben wurde. Dass die neue Regierung die Hand bei Aktienanlegern aufhält, ist eine deutliche Veränderung des politischen Klimas an der Wall Street, vor allem wenn man es mit den vier Jahren Trump-Regierung vergleicht.

In der Regel werden allerdings solche politischen Debatten aus taktischen Gründen mit überzogenen Forderungen gestartet, in der Hoffnung, dass man sich am Ende in der Mitte treffen wird. Das könnte auch in den USA so kommen. Ohnehin war die gestrige Reaktion der Börsen nicht ganz schlüssig. Ein Verkauf von Aktien bringt jetzt nichts mehr, wenn die Änderung der Kapitalertragssteuer rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres umgesetzt werden sollte.

Der Deutsche Aktienindex bleibt trotz des heutigen Minus weiter in seinem intakten Aufwärtstrend. Allerdings sollten die in dieser Woche angelaufenen Tiefs auf Tagesschlusskursbasis halten, um die technische Indikation einer Trendwende abzuwehren. 

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